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Zur Finanzierung der Rudolf Steiner- und Freien Waldorfschulen

Situation in Österreich

Das Privatschulgesetz 1962, Abschnitt IV, verfügt die Trennung von konfessionellen Privatschulen und Privatschulen in freier Trägerschaft. Die konfessionellen Privatschulen haben einen Rechtsanspruch auf Übernahme der Personalkosten durch den Staat. Für die anderen Privatschulen mit Öffentlichkeitsrecht (dazu zählen alle 12 Waldorfschulen mit ihren rund 2400 Schülern in 7 österreichischen Bundesländern) besteht hingegen lediglich die Möglichkeit einer Gewährung von Subventionen zum Personalaufwand, je nach Maßgabe des geltenden Bundesfinanzgesetzes.

Ebenso keinen gesetzlichen Anspruch gibt es auf Zuschüsse zum Schulsach-aufwand und zu den Baukosten. Für die Waldorfschulen gilt somit: Die Gewährung von Zuschüssen liegt ausschließlich im Ermessen des Unterrichtsministeriums, der Gemeinden und Bundesländer, obwohl an allen Rudolf Steiner- und Freien Waldorfschulen die allgemeine Schulpflicht abgeleistet werden kann und - laut Lehrplanvergleich - die fast vollständige Gleichstellung (die Unterstufe ist völlig gleichgestellt) mit einem Oberstufenrealgymnasium bescheinigt wurde - ein Beweis dafür, dass die Waldorfschule eine Entlastung des staatlichen Schulwesens darstellt.

Die österreichischen Waldorfschulen sind nach den katholischen Schulen die zweitgrößte Privatschulinitiative.

Finanzielle Realität in den Österreichischen Waldorfschulen

Die öffentliche Förderung der Waldorfschulen liegt durchschnittlich bei 20%.

Die Kosten der Schulen werden hauptsächlich durch sozial gestaffelte Schulbeiträge der Eltern abgedeckt, wobei in einem Gespräch mit Vertretern der Beitragsgruppe die individuellen Möglichkeiten seitens der Eltern ermittelt werden.

Die monatlichen Elternbeiträge tragen 60-80% der anfallenden Kosten (Personal- und Betriebskosten).

Die Differenz zwischen den notwendigen Ausgaben und den geleisteten Elternbeiträgen muss zunehmend durch Sondermaßnahmen (Basar, Flohmarkt, Buffet...) bzw. Zuschüsse der öffentlichen Hand ausgeglichen werden.

Können die Defizite nicht durch oben genannte Sondermaßnahmen abgedeckt werden, so müssen in letzter Konsequenz außerordentliche Sonderzahlungen seitens der Eltern erbeten oder verlangt werden.

Die Lehrergehälter sind aufgrund der begrenzten Zahlungskraft der Eltern niedriger als in den staatlichen Schulen. Um den Fortbestand der Schulen zu sichern, werden von beiden Seiten Opfer erbracht.

Seit vielen Jahren werden kleine Reparaturen und Sanierungen vielfach in Eigenregie von Eltern und Mitarbeitern erbracht. Zur Umsetzung mittlerer und größerer Bauvorhaben wurden verschiedene Finanzierungskonzepte erprobt (Bürgengemeinschaften, Tilgungsgemeinschaften).